Bildungsangebote

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kinderpflege 3Die Ausbildung in der Kinderpflege eröffnet Schülerinnen und Schülern mit (mindestens) Hauptschulabschluss den Zugang zu sozialpädagogischen Tätigkeiten und weiterführenden Bildungsgängen. Es werden nicht nur berufliche Qualifikationen, sondern auch gesellschaftliche und berufsübergreifende Bildungsinhalte vermittelt.
Die Vorlage eines einwandfreien erweiterten Führungszeugnisses (nach §30a BZRG) ist Voraussetzung für die Aufnahme der Ausbildung.

Grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten für Pflege, Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsaufgaben bei Kindern sind Bestandteil des Bildungsganges.

Erzieherinnen / Erzieher sind als pädagogische Fachkräfte in der Kinder – und Jugendhilfe tätig. Sie unterstützen die elterliche Erziehung und erfüllen den gesetzlichen Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen. Dort sind sie für die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder im Alter von 0 Jahren bis zum Schuleintritt verantwortlich. Im Rahmen des gesellschaftlichen Wandels ergänzen sie immer mehr die Familienerziehung, in manchen Bereichen ersetzen Erzieherinnen und Erzieher diese auch. Sie sind Entwicklungsbegleiter, Bildungsinitiator und Vertrauensperson. Dabei nehmen sie eine immer wichtiger werdende Rolle im Leben der Kinder ein. Wir am Maria-Lenssen-Berufskolleg stehen im Austausch mit dem Berufsfeld und reagieren stets in Unterricht und Praxis auf die Anforderungen.

Erzieherinnen / Erzieher arbeiten auch im Schulkindbereich. In der Grundschulbetreuung einer OGS oder OGATA betreuen sie Kinder vor Unterrichtsbeginn und empfangen sie nach Unterrichtsende in pädagogisch eingerichteten Räumen. Hier geben sie Unterstützung in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens und regen zu einer aktiven Freizeitgestaltung an. Die Begleitung bei Mahlzeiten sowie die Betreuung der Hausaufgaben ist ebenfalls fester Bestandteil der Arbeit im Schulkindbereich.

In der offenen Jugendhilfe sind Erzieherinnen und Erzieher ebenfalls tätig. Hier arbeiten sie in einem Jugendheim, einem Haus der Jugend oder einer Jugendfreizeitstätte. Die pädagogischen Fachkräfte geben hier Hilfe zur Planung und Organisation der Freizeit von Schulkindern und Jugendlichen. Sie bieten Angebote und Aufenthalt sowie Austausch über Alltagsthemen und sind Ansprechpartner bei persönlichen Lebenssituationen der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen.

Im Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher kommt der eigenen Persönlichkeit eine Schlüsselrolle zu. Erziehen heißt begleiten, Vorbild sein und die pädagogische Haltung einnehmen und verkörpern. Diese ist nur bedingt lernbar und kann nur durch Überzeugung und Annahme gelebt werden. Erzieherinnen und Erzieher müssen ihre Kommunikations-, Beziehungs- und Konfliktfähigkeit weiter entwickeln und zur kritischen Reflexion ihrer Person, ihres Menschenbildes sowie zur Selbsterziehung fähig sein.

Unsere Studierenden in der Persönlichkeit zu unterstützen, die berufsspezifischen Kompetenzen weiterzuentwickeln ist Leitmotiv unserer Ausbildung. Durchweg werden diese Ziele im Unterricht verfolgt und finden ihre Berücksichtigung bei Lernaufgaben wie auch Praxisanteilen.

Der Bildungsgang der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales führt zur Fachhochschulreife („Fachabitur“), die zur Aufnahme eines beliebigen Studiums an Fachhochschulen berechtigt. Die schwerpunktmäßig angestrebten Studiengänge Soziale Arbeit, Sozialpädagogik sowie Studiengänge im Gesundheitswesen an Fachhochschulen betonen besonders den Praxis- und Anwendungsbezug. Mögliche Abschlüsse der Studiengänge sind der Bachelor of Arts (3 – 3,5 Jahre) und der Master of Arts (weitere 1 – 2 Jahre).

Qualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen haben auch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz z.B. in der Krankenpflege, Physiotherapie, als Erzieherin bzw. Erzieher etc. sowie auch in fachrichtungsfremden Bereichen wie beispielsweise dem öffentlichen Dienst (z.B. Polizei oder Verwaltung).

Der Bildungsgang "Zweijährige Berufsfachschule im Berufsfeld Sozial- und Gesundheitswesen, Staatlich geprüfte Kinderpflegerin/Staatlich geprüfter Kinderpfleger und mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife)" vermittelt den Berufsabschluss nach Landesrecht mit mittlerem Schulabschluss (Fachoberschulreife) und gleichzeitig die fachliche Qualifikation für die Kindertagespflege.

Des Weiteren kann der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) -unter bestimmten Voraussetzungen- mit Qualifikation zur Berechtigung des Besuchs der gymnasialen Oberstufe erlangt werden.

Qualifizierte Absolventinnen und Absolventen mit dem Abschluss als staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in und dem mittleren Bildungsabschluss können sich um einen Platz an unserer Fachschule für Sozialpädagogik bewerben. An der Fachschule für Sozialpädagogik werden staatlich anerkannte Erzieher/innen ausgebildet.

Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin / zum staatlich anerkannten Erzieher dauert insgesamt drei Jahre  und kann ab dem Schuljahr 2019 / 2020 in zwei gleichwertigen Varianten durchlaufen werden:

A) Die Ausbildung gliedert sich in eine zweijährige Schulausbildung und ein einjähriges anschließendes Berufspraktikum.

B) Die Ausbildung verläuft über 3 Jahre praxisbegleitend, wobei außerhalb der Ferien jeweils 3 Tage vergütet in der Praxis, 2 Tage in der Schule gearbeitet werden. Dazu kommen Blockwochen in der Schule. Dies ist das sogenannte PIA-Modell. Mit dem Abschluss des Berufspraktikums bzw. nach Beenden der PIA kann gleichzeitig die Fachhochschulreife ("Fachabitur") erworben werden.

Die Aufnahme setzt den Sekundarabschluss I - Mittleren Bildungsabschluss und den Eintritt in ein entsprechendes fachbezogenes Praktikum voraus. Der Abschluss kann an einer Haupt-, Gesamt- oder einer Berufsbildenden Schule bzw. an einer Realschule oder an einem Gymnasium erworben worden sein.
Schülerinnen und Schüler von Gymnasien, die nach der 9. Klasse die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erworben haben, können auch ohne den mittleren Schulabschluss in den Bildungsgang aufgenommen werden. Sie erwerben diesen dann mit der Versetzung in die Klasse 12.

Die Fachoberschule am MLB hat einen großen Einzugsbereich. Unsere Schülerinnen und Schüler kommen vorwiegend aus dem Mönchengladbacher Stadtgebiet, aber auch aus Heinsberg, Wegberg, Viersen und aus dem Rheinkreis Neuss.

Die Ausbildung zur Kinderpflegerin/zum Kinderpfleger dauert zwei Jahre in Vollzeitform. Insgesamt werden in dieser Zeit 16 Wochen Praktika (Tages- und Blockpraktika) in Tageseinrichtungen für Kinder (Kindergärten, Kindertagesstätten etc.) abgeleistet.

Der Berufsabschluss nach Landesrecht mit mittlerem Schulabschluss (Fachoberschulreife)

wird am Ende der Ausbildung mit dem Bestehen einer staatlichen Abschlussprüfung erworben.

Es wird kein Schulgeld erhoben. Neben dem Eigenanteil an Schulbüchern fallen Kochgeld (1,50 Euro pro Woche), Materialgeld (z. B. für Kunst und Werken) und Kopiergeld (3 Cent pro Kopie) an. Fahrkostenerstattung kann gemäß der Verwaltungsvorschriften für Schülerfahrkosten beantragt werden.
Anträge für Ausbildungsbeihilfe können gestellt werden (Bafög).

Bewerberinnen und Bewerber mit dem Berufswunsch staatl. anerkannte/r Erzieher/in benötigen für beide Varianten

  •         die Fachoberschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung als staatl. geprüfte/r Kinderpfleger/in oder als staatlich geprüfte/r Sozialassisten/in
  •          den Abschluss der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen
  •         oder die allgemeine Hochschulreife und eine einschlägige berufliche Tätigkeit (hierzu zählen auch ein freiwilliges soziales Jahr oder die Ableistung eines einschlägigen Bundesfreiwilligendienstes) mit mindestens 900 Stunden in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe
  •           oder die Fachoberschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anderen Beruf, die der Ausbildung dienlich ist.
  •        oder eine nicht einschlägige Berufsausbildung, die Fachoberschulreife und eine einjährige einschlägige berufliche Tätigkeit (hierzu zählen auch ein freiwilliges soziales Jahr oder die Ableistung eines einschlägigen Bundesfreiwilligendienstes).
  •           erweitertes Führungszeugnis nach § 30 a BZRG (darf zu Beginn der Ausbildung nicht älter als 3 Monate sein

Bewerberinnen und Bewerber für die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) benötigen darüber hinaus  einen Praktikantenvertrag (mind. 20 Std. wöchentlich) in einer Einrichtung der Kinder und Jugendhilfe.

Die Fachoberschule für Gesundheit und Soziales dauert zwei Jahre. Unsere Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 arbeiten an 3½ Wochentagen im Rahmen eines fachbezogenen Praktikums in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens (Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Seniorenheimen …). Außerdem werden sie an 1½ Tagen insgesamt 12 Unterrichtsstunden pro Woche in unserer Schule unterrichtet. In die Klasse 12 wird versetzt, wer in allen Fächern mindestens "ausreichende" Leistungen erzielt hat (oder in höchstens einem Fach "mangelhaft" steht). Für die Aufnahme in die Klasse 12 ist außerdem der Nachweis des erfolgreich abgeleisteten des Praktikums gem. Praktikumsausbildungsordnung erforderlich.

Berufsbezogener Lernbereich: Sozialpädagogik, Praxis Sozialpädagogik, Ernährung und Hauswirtschaft, Praxis hauswirtschaftliche Versorgung, Theorie und Praxis der Gesundheitsförderung, Mathematik, Englisch

Berufsübergreifender Lernbereich: Deutsch/Kommunikation, Religionslehre, Sport/Gesundheitsförderung, Politik/Gesellschaftslehre

Mögliche Unterrichtsfächer im Differenzierungsbereich: z.B. Kulturtechniken, Textilverarbeitung

Es werden außerschulische Praktika abgeleistet.

Sozialpädagogische Handlungskompetenz wird im Laufe eines individuellen, beruflichen Entwicklungsprozesses erworben. Um diesen Entwicklungsprozess zu begleiten, führen wir mit den Studierenden Planungs- und Entwicklungsgespräche durch, in denen die Studierenden mit den Fachlehrern gemeinsam ihren Entwicklungsstand reflektieren und individuelle Entwicklungsziele festlegen.

Neben dem Praktikum haben unsere Schülerinnen und Schüler in der Klasse 11 an 1½ Tagen 12 Unterrichtsstunden in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Erziehungswissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Politik und Religion.

In der Klasse 12 werden 32-34 Wochenstunden Unterricht erteilt, davon 22 Stunden im berufsbezogenen und 10 Stunden im berufsübergreifenden Lernbereich.