Fachschule für Sozialpädagogik

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Lernen in der Fachschule für Sozialpädagogik findet an verschiedenen Lernorten statt; in der Schule, der Praxisstelle sowie in anderen Lernbereichen. Wir kooperieren mit den Einrichtungen im Umkreis und führen regelmäßig zu aktuellen Projektphasen oder -themen Anleitertreffen durch.
Dies resultiert zum einen aus dem Wunsch, die Distanz zwischen Praxis und Schule weitgehend aufzuheben und zum anderen aus dem Bestreben, die vorhandenen Kompetenzen auf beiden Seiten zu bündeln.

Ziel ist es, dass die Studierenden erfahren, dass sie sozialpädagogisches Handeln mit Hilfe von Theorien analysieren, reflektieren und gegebenenfalls verändern können. Ferner sollen sie lernen, dass "jedes erzieherische Handeln in den persönlichen Lebensbereich eines anderen Menschen hineinwirkt".
Theorie und Praxis sind nicht als separierte Teile der Ausbildung zu betrachten, sondern sie sind integrative Bestandteile der Gesamtausbildung. Dazu werden zu jeder Praxisphase relevante und auf die vorher erfahrenden Unterrichtsinhalte bezogene  konkrete Anwendungsaufgaben entwickelt.

Die Praxis hat während der Ausbildung einen zentralen Stellenwert.
Sie soll den Studierenden die Möglichkeit geben:
- sich in einzelnen sozialpädagogischen Praxisfeldern zu orientieren,
- die eigene Berufsrolle zu überprüfen und zu finden,
- Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt zu verstehen,
- berufliche Handlungsmöglichkeiten zu nutzen und zu reflektieren.

Die Arbeit während verschiedener Blockpraktika in den verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen in Ausbildungsmöglichkeit A sowie die engen Theorie-Praxis-Verzahnung im PIA-Modell werden diesem Anspruch gerecht.

  • Im Modell  A beträgt  die fachpraktische Ausbildung in der Summe  im ersten und zweiten Ausbildungsjahr 16 Wochen: Die Studierenden lernen verschiedene Praxiseinrichtungen mit Schwerpunkten kennen und erweitern so ihr Handlungsrepertoire sowie ihren Erfahrungshorizont. Das immer neue Einstellen auf die jeweilige Arbeitsweise erhöht die Teamfähigkeit und die berufliche Professionalität wird ausgebaut. Im letzten Jahr der Ausbildung, im Berufspraktikum, sind die Praktikanten und Praktikantinnen ständig vor Ort in einer Einrichtung der Kinder und Jugendhilfe und besuchen an einzelnen Tagen, insgesamt an 160-200 Unterrichtsstunden, die Schule.
  • Im PIA-Modell ist die Verzahnung von Theorie und Praxis noch konstanter gegeben. Im Unterricht erarbeitetes Theoriewissen kann direkt auf die Praxis transferiert werden und ermöglicht eine regelmäßige fachliche Reflexion des beruflichen Handelns. Erfahrungen in einem  zweiten Arbeitsfeld werden innerhalb eines Blockpraktikums  erworben.

Angesichts weit fortschreitender „Burn-out" Erfahrungen in vielen sozialen Einrichtungen halten wir die Teamarbeit, das Erlernen und Einleben in Teamarbeit, für einen außerordentlich wichtigen und tragenden Aspekt der Ausbildung. Dies ist in besonderer Weise im PIA-Modell gegeben, da die Ausbildung kontinuierlich in derselben Praxisstelle im gleichen Team erfolgt. Durch stete Reflexion und den Austausch mit der Praxis ist unsere Ausbildung sehr praxisnah und greift immer wieder neue Inhalte auf, die in der beruflichen Arbeit relevant sind. Die Kooperation mit den Praxisstellen erstreckt sich nicht nur auf langfristige Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungspartnern, sondern ist durch einen hohen fachlichen Anspruch geprägt.